Tapas Karlsruhe: Albóndigas-Rezept und ein Wiedersehen in der Toro Tapasbar

Richard Jeschke:
Keinen Moment verpassen!
Das Leben passiert ohne Vorwarnung, wer die Kamera parat hält,
reagiert intuitiv auf das, was vor ihm geschieht.

Keinen Moment verpassen!
Das Leben passiert ohne Vorwarnung, wer die Kamera parat hält,
reagiert intuitiv auf das, was vor ihm geschieht.
- Ein Wiedersehen nach vielen Jahren
- Albóndigas: Richis Lieblingstapa – und das Rezept zum Nachkochen
- Der Rioja Viura Académico: Mehr als nur Wein zu den Tapas
- Café Rih Karlsruhe: Wo alles begann
- Richi, der Fashion-Fotograf
- Mailand: Valentino, Cindy Crawford und Co.
- Richis Spanien: Ibiza, Mallorca, Barcelona, Sevilla
- Santander: Das nächste Ziel?
- Häufige Fragen
Ein Wiedersehen nach vielen Jahren
Mein Kumpel Richard Jeschke – für mich seit jeher einfach der „Richi" – hat mich heute in der Toro Tapasbar besucht. Wir kennen uns seit einem ganzen Leben.
Wir sitzen auf meiner Außenterrasse, dazwischen eine Flasche Rioja Viura vom Bodega Heras Cordón, die Académico, und ein paar Tapas: Albóndigas, Jamón und Patatas mit drei Saucen – Salsa Brava, Alioli und roter Mojo. Wir reden über Karlsruhe, über Mailand, über Spanien – über die Orte, an denen sich unsere Wege gekreuzt haben.
Richi erzählt, ich höre zu, ich erzähle, er hört zu. Dazwischen immer wieder ein Lachen, wenn uns eine gemeinsame Erinnerung einfällt.
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| Außenterrasse der Toro Tapasbar mit einem Glas Rioja Viura |
Albóndigas: Richis Lieblingstapa – und das Rezept zum Nachkochen
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| Albondigas |
Richi: „Neee", und lächelt dabei.
Ich: „Warum nicht?"
Richi: „Weil ich, wenn ich sie essen will, lieber zu dir komme."
Wir lachen beide.
Wer die Albóndigas nicht extra nach Karlsruhe kommen möchte, kann sie auch zuhause nachkochen. Hier das Rezept für spanische Fleischbällchen in Tomatensauce, wie sie in der Toro Tapasbar serviert werden – für etwa 4 Personen als Tapa.
Zutaten
- 300 g Rinderhack
- 300 g Schweinehack
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, gepresst
- 1 Ei
- 50 g Semmelbrösel
- 2 EL Milch
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimentón dulce)
- 1 Handvoll frische Petersilie, gehackt
- Salz und Pfeffer
- Olivenöl zum Anbraten
- 1 kleine Dose gehackte Tomaten (400 g)
- 1 TL Zucker
- 1 Lorbeerblatt
- 100 ml Weißwein oder Brühe
Zubereitung
- Semmelbrösel mit Milch vermischen und kurz quellen lassen.
- Hackfleisch mit Zwiebel, einer der beiden Knoblauchzehen, Ei, den eingeweichten Semmelbröseln, Petersilie, Paprikapulver, Salz und Pfeffer gut verkneten.
- Aus der Masse kleine Bällchen formen (etwa walnussgroß).
- Albóndigas in Olivenöl rundherum goldbraun anbraten und aus der Pfanne nehmen.
- Im selben Öl die zweite Knoblauchzehe kurz andünsten, mit Weißwein oder Brühe ablöschen, gehackte Tomaten, Lorbeerblatt und Zucker zugeben.
- Sauce 5 Minuten köcheln lassen, dann die Albóndigas zurück in die Pfanne geben.
- Bei kleiner Hitze 15–20 Minuten sanft mitgaren, bis die Sauce eingedickt ist.
- Mit frischem Brot servieren, um die Sauce aufzutunken.
Richi war übrigens sofort dabei, als ich ihm das Rezept angeboten habe – „ja, unbedingt", kam die Antwort ohne Zögern. Ob er sie am Ende wirklich selbst kocht oder doch lieber wieder auf der Terrasse vorbeischaut, wird sich zeigen.
Der Rioja Viura Académico: Mehr als nur Wein zu den Tapas
Der Rioja Viura, den wir heute getrunken haben, ist der Académico von Bodega Heras Cordón – ein Weingut aus Fuenmayor bei Haro, das offizieller Hoflieferant des Vatikans ist. Kein Zufallsgriff: Über die Weinpartnerschaft der Toro Tapasbar mit Heras Cordón kenne ich die Familie seit Jahren persönlich, und auch Richi ist den Leuten von Heras Cordón schon öfter begegnet – sie waren mehrfach in Karlsruhe zu Gast und kennen sich untereinander.
Der Académico wird aus der Viura-Traube gekeltert, einer traditionellen weißen Rebsorte der Rioja, die oft im Schatten des Tempranillo steht, bei Heras Cordón aber auf hohem Niveau ausgebaut wird: frisch, mineralisch, mit floralen Noten und einer Säure, die perfekt zu den intensiven Aromen von Salsa Brava und Alioli passt. Anders als viele Weißweine wird der Académico unfiltriert abgefüllt – der Geschmack kommt dadurch unverfälschter ins Glas, was gerade bei kräftig gewürzten Tapas wie den Albóndigas für Balance sorgt.
Wer mehr über das Weingut, seine Geschichte und die Auszeichnungen wie Grand Gold bei MUNDUS VINI erfahren will, findet einen ausführlichen Hintergrundartikel auf rotwein.pro.
Café Rih Karlsruhe: Wo alles begann
Richi und ich kennen uns aus den 80er-Jahren, aus dem Café Rih in Karlsruhe. Dort trafen sich damals Leute, die etwas mit Kunst, Musik oder Fotografie zu tun hatten. Wir gehörten dazu.
Karlsruhe war in den 80ern eine kleinere, aber lebendige Szenestadt. Im Café Rih wurde diskutiert und geplant, und manche dieser Pläne wurden tatsächlich Realität – bei Richi seine Karriere als Fotograf. Er hat damals schon mit einer Spiegelreflexkamera Konzerte und Freunde fotografiert, lange bevor er professionell arbeitete.
Richi, der Fashion-Fotograf
Richi ist Fotograf, früher hauptberuflich, heute als Hobby. Fokus: Mode- und Fashion-Fotografie. Zu seinen Motiven zählte unter anderem Frank Elstner.
Sein Vorteil: Er wartet nicht auf die perfekte Pose, sondern erkennt den Moment, in dem ein Bild funktioniert – eine Fähigkeit aus Jahren voller Modenschauen, Backstage-Trubel und wechselndem Licht. Er hat analog angefangen, mit Kleinbildfilm und Dunkelkammerarbeit, und ist erst später auf Digitalkameras umgestiegen.
Heute fotografiert er ohne den Termindruck von damals, nimmt sich Zeit für einzelne Motive statt für hundert Bilder pro Show. Als Andrea Pirlo, Weltmeister von 2006, die Toro Tapasbar besucht hat, war es wieder Richi, der die Kamera in der Hand hatte – und wie gewohnt Bilder eingefangen hat, die den Moment genau treffen.
Wer seine Arbeiten sehen will, findet ihn auf Instagram unter jpl_photo.
Mailand: Valentino, Cindy Crawford und Co.
Als ich für Modelabels in Italien gearbeitet habe, brauchte ich für die Modenschauen in Mailand einen Fotografen. Ich habe Richi mitgenommen. Bei der Show von Valentino waren Cindy Crawford, Naomi Campbell, Helena Christensen und Linda Evangelista dabei – und viele weitere Namen aus dieser Zeit.
Backstage ging es hektisch zu: Stylisten zwischen den Kleiderständern, Visagisten unter Zeitdruck, und mittendrin Richi mit seiner Kamera, ruhig und konzentriert. Er hatte oft nur wenige Sekunden pro Model, bevor die nächste Person durch den Vorhang trat.
Die Fotos von damals haben bis heute Kultstatus. Einige tauchen noch in Ausstellungen zur Modefotografie der 90er auf, andere liegen bis heute unveröffentlicht in seinem Archiv.
Richis Spanien: Ibiza, Mallorca, Barcelona, Sevilla
Richi war schon oft auf Ibiza, auf Mallorca, in Barcelona und in Sevilla. Nur Madrid fehlt ihm noch. Am stärksten zieht es ihn immer wieder nach Ibiza und Barcelona.
Ibiza heißt für ihn Ruhe abseits der Partymeilen: kleine Buchten, gutes Essen, lange Abende. Barcelona reizt ihn wegen Kunst und Architektur, von Gaudí bis zu den Galerien im Born-Viertel. Sevilla hat ihn wegen der Altstadt beeindruckt, Mallorca verbindet er mit früheren Urlauben.
Er sucht die Inseln und die großen Städte. Mich hat es eher in den Norden Spaniens gezogen.
Santander: Das nächste Ziel?
Santander und Kantabrien kennt Richi noch nicht. Als wir darüber sprechen, ist die Idee schnell da: Das könnte sein nächstes Ziel werden.
Ich erzähle ihm von der Bahía de Santander, vom Stadtstrand El Sardinero, vom Palacio de la Magdalena auf seiner Landzunge und vom Centro Botín am Wasser. Für einen Fotografen wie Richi wäre das Licht dort interessant: weicher, oft leicht diesig, ganz anders als das grelle Licht der Balearen. Auch die Steilküste bei Liencres oder die Höhlenmalereien von Altamira in der Nähe wären für ihn neues Terrain.
Auch kulinarisch gäbe es einiges: frische Meeresfrüchte, kleine Bars in der Altstadt mit Rabas oder Sardinen, dazu ein kühles Glas Txakoli oder Albariño aus dem Norden.
Vielleicht sitzen wir also bald nicht mehr auf meiner Terrasse in Karlsruhe, sondern an der Bahía de Santander – mit einem Glas Rioja Viura, und Richi mit der Kamera in der Hand.
Häufige Fragen
Wer ist Richard Jeschke?
Richard „Richi" Jeschke ist ein deutscher Fashion-Fotograf, der über Jahrzehnte für Modelabels gearbeitet und internationale Models sowie prominente Persönlichkeiten fotografiert hat. Heute betreibt er die Fotografie als Hobby.
Wo kann man Richis Fotos sehen?
Aktuelle und ausgewählte Arbeiten von Richard Jeschke sind auf Instagram unter dem Namen jpl_photo zu finden.
Welche Orte in Spanien kennt Richi bereits?
Richi war bereits auf Ibiza, Mallorca, in Barcelona und in Sevilla. Madrid und Santander stehen noch auf seiner Liste.
Was haben Richi und Mario in der Toro Tapasbar getrunken und gegessen?
Eine Flasche Rioja Viura, die Académico von Bodega Heras Cordón, dazu Albóndigas, Jamón und Patatas mit drei Saucen – Salsa Brava, Alioli und roter Mojo.
Hat Richard Jeschke auch prominente Gäste der Toro Tapasbar fotografiert?
Ja. Als Fußball-Weltmeister Andrea Pirlo die Toro Tapasbar besucht hat, war Richard Jeschke mit der Kamera dabei und hat den Besuch festgehalten.
Wie macht man Albóndigas wie in der Toro Tapasbar?
Hackfleisch aus Rind und Schwein mit Zwiebel, Knoblauch, Ei, eingeweichten Semmelbröseln und Pimentón vermengen, zu Bällchen formen, anbraten und in einer Tomatensauce mit Weißwein und Lorbeer 15–20 Minuten fertig garen.
Was ist der Rioja Viura Académico?
Der Académico ist ein Weißwein aus der Viura-Traube der Bodega Heras Cordón, einem Rioja-Weingut und offiziellen Hoflieferanten des Vatikans. Er wird unfiltriert abgefüllt und ist frisch, mineralisch und blumig im Geschmack.
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